Vier Rennen, zweimal Podium und stärkster Verfolger im Titelkampf

Das Rennwochenende am Sachsenring war ein echter Marathon für Christian Engelhart. Intensiv wie zu keiner Veranstaltung zuvor in dieser Saison war der Porsche-Pilot gefordert und konnte nicht nur mit schnellen Zeiten auf dem Sachsenring überzeugen, sondern stand gleich zweimal in vier Rennen auf dem Podium.

Alles musste auf die Minute durchgeplant sein. Perfektion war der Minimalanspruch in Westsachsen, wo Christian Engelhart im Porsche Carrera Cup und gleichzeitig im ADAC GT Masters bei jeweils zwei Rennen am Start war.

Diese Herausforderung wäre schon bei optimalen Wetterbedingungen allein groß gewesen. Doch Christian musste sich bei wechselhaften Streckenverhältnissen zusätzlich mit immer neuen Bedingungen abgeben. „Das war natürlich schon ein intensives Programm, das ich mir vorgenommen hatte. Doch in beiden Serien geht es um den Titel und da gibt es keine Ausreden. Am Ende steht nur der mit den meisten Punkten als Meister fest – und da hat sich für mich gar keine andere Frage gestellt, als alle vier Rennen zu fahren.“ Eine weitere Herausforderung für den Köschinger bestand auch darin, mit zwei unterschiedlichen Porsche Rennfahrzeugen zurecht zu kommen. Selbst für erfahrene Profis wie Christian ist bei solch geringen Pausen keine Selbstverständlichkeit. „Die Autos sind von der Charakteristik her gleich. Aber so wie es auf der Strecke um Tausendstel geht, benötigt sowohl der 911 GT3 Cup als auch der 911 GT3 R im Detail eine unterschiedliche Abstimmung. Dazu kommt, dass ich im ADAC GT Masters den GW IT Racing Porsche mit Jaap van Lagen teile, was bedeutet, dass wir einen Kompromiss zwischen unseren Anforderungen finden müssen.“


Akribische Vorbereitung als Erfolgsgarant


Das ist generell im GT Sport üblich, aber mit dem vollgepackten Zeitplan vom vergangenen Wochenende war damit natürlich die nächste große Herausforderung zu bewältigen. „Damit ich mich auf den Punkt konzentrieren kann, haben wir uns vorher schon überlegt, wie es optimal funktionieren kann. Dabei möchte ich mich ganz sehr bei meiner Frau bedanken, die mir überall sofort geholfen hat und natürlich auch bei meinen zwei Teams, die zwei solche Erfolge und zwei sehr gut abgestimmte Autos zur Verfügung gestellt haben.“ Am Ende konnte Christian sowohl im Porsche Carrera Cup als auch im ADAC GT Masters je einen Podiumsplatz feiern und bleibt im Markenpokal auf direkter Tuchfühlung mit dem ersten Meisterschaftsplatz. Die Entscheidung fällt nun beim Finale in Hockenheim Mitte Oktober. Früher wird das Titelrennen im ADAC GT Masters entschieden, bei dem Christian gerade mit seinem fantastischen Start ins Samstagsrennen und den beherzten Überholmanövern in beiden Rennen seinen Teamkollegen weiter in Schlagdistanz zum führenden Duo gehalten hat. „Jetzt kommt es in beiden Serien zum entscheidenden Showdown. Für den bin ich bereit und freue mich, dass ich in zwei Meisterschaften noch um Titelentscheidungen mitfahre. Das unterstreicht, dass die harte Arbeit in diesem Jahr nicht nur eine erfolgreiche Entwicklung für mich als Rennfahrer auf der Strecke gebracht hat, sondern letztlich auch in  zählbare Erfolge münden kann. Ich denke, dass erkennt nun auch jeder in den verschiedenen Meisterschaften.“